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Für globale Bewegungsfreiheit und selbstbestimmte Entwicklung

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Aktionswoche vom 2. - 13. Juni in Berlin gegen die G20-Afrika-Partnerschaftskonferenz
Bündnis gegen G20-Afrika-Partnerschaftskonferenz

Im Zuge der Präsidentschaft über die G20-Staaten hat Deutschland Afrika auf die Agenda gesetzt. Und Deutschland lädt zur „G20-Afrika-Partnerschafts-Konferenz“ ein, die am 12. und 13. Juni im Schöneberger Gasometer in Berlin stattfindet, im Vorfeld des G20-Treffens im Juli in Hamburg.

Schon einmal, 1884/85, fand in Berlin eine Afrika-Konferenz statt. Damals ging es den Großmächten vorgeblich um die Beendigung des Sklavenhandels und die „Zivilisierung“ des Kontinents. Tatsächlich war die Konferenz vor allem ein wichtiger Meilenstein bei der Durchsetzung ihrer Handelsinteressen und der endgültigen Aufteilung Afrikas in Kolonien.
Heute proklamieren alte und einige neue Mächte Partnerschaft und Nachhaltigkeit, Entwicklung und die Bekämpfung von Fluchtursachen. Tatsächlich geht es ihnen darum, die Profitinteressen großer Konzerne zu bedienen. Sie kooperieren dabei selbst mit korrupten, diktatorischen Eliten.

Um dagegen zu protestieren rufen zahlreiche Gruppen und Initiativen auf, "Berlin mit einer Woche geballtem Protest und Widerstand gegen die Welt der G20 zu erschüttern". "Wir sind wütend. Und wir glauben nicht an eure Marshall- und Masterpläne. Hört auf mit dem zynischen Gerede über Partnerschaft!", heisst es im Aufruf "If I was a sneaker, I would get beyond your shitty Mediterranean Sea…". Der Aufruf ist in mehreren Sprachen und weitere Informationen zur Aktionswoche sind auf http://wirsindwuetend.blogsport.eu veröffentlicht.
 
"Wir sind wütend. Und wir werden weiter kämpfen. Unser Erbe sind Erfahrungen aus antikolonialen Befreiungsbewegungen und anderen solidarischen Kämpfen. Wir leisten tagtäglich Widerstand. Wir haben Grenzen überwunden. Wir werden Grenzen überwinden. In unseren Köpfen und solche aus Beton und Stahl. Wir lassen uns nicht kontrollieren. Wir kommen immer wieder. Und gehen dahin, wo es uns passt." (aus dem Aufruf) 

In der Aktionswoche sind u.a. mehrere Veranstaltungen und Workshops, ein Carneval of subcultures, Bezugsgruppen- und Aktions-Trainings, eine Farradrallye und eine Demonstration zum Ort des G20 African-European-Partnership Kongress im Gasometer in Schöneberg geplant. Der Konferenztermin selbst soll am Ende der Berliner Anti-G20-Aktionstage stehen und somit auch eine große antirassistische und antikapitalistische Demonstration am 10. Juni. Den Auftakt der Aktionswoche macht eine Videokundgebung am 2. Juni an der Deutschen Oper, denn an diesem Tag wurde vor 50 Jahren Benno Ohnesorg bei einer Demonstration gegen den Schah von Persien genau dort von einem Polizisten erschossen. "Die brutale Repression gegen diese Demonstration und der Mord offenbarten die neokolonialistische Kollaboration der Bundesregierung mit einer mörderischen Diktatur und führten zu einer Radikalisierung und Ausweitung der linken Bewegung der 60er Jahre. 40 Jahre später am 2. Juni 2007 fand die große Demonstration gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm statt, die uns als ein starkes Zeichen transnationalen Widerstands im Gedächtnis geblieben ist."

Informationen zu den einzelnen Terminen und Aktionen sind hier zu finden: https://antig20berlin.noblogs.org

Und an all den Tagen gibt es noch viele Möglichkeiten,
sichtbar zu werden und auf die Straße zu gehen, sei es mit Sit-Ins gegen Grenzen und für Bleiberecht für Alle,
mit Fahrrad-Demos für die Abschaffung der Job-Center,
mit Umbenennungen kolonialistischer Straßennamen,
mit Blockaden und Kundgebungen vor den verschiedenen
Botschaften autoritärer Regime,
mit Besuchen der aktivsten Gentrifizierer dieser Stadt,
der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt…

Stoppt die Aufrüstung der innerafrikanischen Grenzen!
Stoppt die Waffenlieferungen nach Afrika!
Stoppt die herrschende Entwicklungspolitik, die die Not in afrikanischen Ländern verschärft!
Solidarisch gegen Ausbeutung und Unterdrückung!

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